Biogasanlagen sind kontinuierlich unter schwankenden Lasten und anspruchsvollen Umgebungsbedingungen in Betrieb. Auch wenn die Kühlung nicht Teil der Biogasgewinnung ist, hat sie doch einen erheblichen Einfluss auf die Stabilität und den Wirkungsgrad aller nachfolgenden Prozessschritte.
Feuchtigkeits- und H₂S-Management
Biogas enthält Feuchtigkeit und Schwefelwasserstoff. Ohne kontrollierte Kühlung kondensieren diese unvorhersehbar zu korrosiven Flüssigkeiten, die Rohrleitungen, Kompressorinnenteile und nachgeschaltete Komponenten beschädigen. Eine präzise Kühlung stabilisiert die Taupunkte und sorgt so für einen reineren, stabileren Gasstrom, der die Anlagen entlang der gesamten Prozesskette schützt.
Temperaturstabilität von Kompressoren und KWK-Anlagen
Kompressoren sind unregelmäßigen Einlasstemperaturen, Schwankungen der Umgebungstemperatur und Lastschwankungen ausgesetzt. Eine Überhitzung führt zu häufigen Alarmen, einem verminderten Wirkungsgrad und vorzeitigem Verschleiß. Auch KWK-Motoren sind auf eine konstante Einlassgastemperatur angewiesen, um eine stabile Verbrennung und eine konstante elektrische Leistung zu gewährleisten. Schon geringe Abweichungen beeinträchtigen die Effizienz und erhöhen die Belastung der Bauteile.
Modernisierung von Geräten: Temperaturempfindlichkeit
Membran-, PSA- und Adsorptionssysteme arbeiten nur innerhalb enger Temperaturbereiche effizient. Bei Kühlungsabweichungen stellen die Betreiber eine verstärkte Verschmutzung, höhere Druckverluste und Schwankungen in der Biomethanreinheit fest. Eine leistungsstarke Kühlung gewährleistet eine gleichbleibende Trennleistung, reduziert die Reinigungszyklen und schützt teure Aufrüstungskomponenten.